Tauchsicherheit und -rettung - 2016

Text:
Matthias Mühlbauer 

Ausbilder:
Josef Grimm
(VIT Examiner TL 4)

 

Sonderbrevet Tauchsicherheit und Rettung

Am Wochenende 17/18.09.2016 fand bei den Woidtauchern das begehrte Brevet Tauchsicherheit und Rettung statt, welches Voraussetzung für die Ausbildung zum CMAS***- Taucher ist. Im Vereinsheim des SV Zwiesel fanden sich um 9 Uhr sieben Teilnehmer aus ganz Bayern ein, um mit dem Referenten, VIT- Ausbildungsleiter Sepp Grimm, die Themenblöcke durchzugehen. Wichtige Bereiche waren unter anderem die Planung und Durchführung von Tauchgängen, Vermeidung von Problemen, Rettung einer Person an Land oder in ein Boot und verschiedene Sauerstoff-Versorgungssysteme in Verbindung mit HLW.

 

Die Sauerstoffkoffer wurden demonstriert und auch ausprobiert, um einen verunfallten Taucher möglichst schnell und effizient mit Sauerstoff versorgen zu können. Dank dem Erfahrungsschatz der anwesenden Taucher und der bewährten Leitung von Sepp war die Theorieausbildung durch einige fruchtbare Diskussionen geprägt und erfreulich kurzweilig. Vielleicht hat auch die Pizza zum Mittagessen dazu beigetragen (Danke an die Pizzabotin!) Gegen 17 Uhr traten wir die Heimreise an. Am Sonntag trafen sich gegen halb zehn die Taucher und Ausbilder am Steinbruchsee Lomecek bei Stary Klicov in Tschechien.

 

 Nachdem die Übungsmaterialien vorbereitet und das Schlauchboot aufgepumpt war, starteten die Übungen, bei denen die Theorie des Vortags gruppenweise in die Praxis umgesetzt werden musste. Mit verschiedenen Techniken wurden die Opfer an Land oder ins Boot gezogen und im Akkord durch den See geschleppt. Hierbei merkte man schnell, welche Transportmethoden einem selbst am besten liegen und wie man am effizientesten arbeitet. Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Abschlusstauchgang weiter. In voller Tauchausrüstung wurde der See etwa eine halbe Stunde erkundet und danach ein „bewusstloser Taucher“ simuliert. Im Laufe der Übung musste das Opfer unter Einbeziehen der Tauchgruppe vom Seegrund geborgen werden, die Rettungskette gestartet und mit vereinten Kräften abgeschleppt und an Land gebracht werden.

Dieses Szenario zeigt, dass man gut koordinieren muss und im Team arbeiten, damit wertvolle Zeit gespart wird. Letztendlich ist diese Übung sehr anstrengend und zeigt schnell die eigenen Grenzen auf, vor allem bei schlechteren Bedingungen, wie einem steilen Ufer oder größeren Schleppdistanzen. Abschließend kann man sagen, dass es ein schönes und lehrreiches Wochenende war und alle Teilnehmer wertvolle Erfahrungen mitgenommen haben, um zukünftige Tauchgänge sicher zu planen und im Notfall schnell reagieren und helfen zu können.